Feierstunde zu Ehren des Namenspatrons und Ministerpräsidenten Hessens: Georg August Zinn

Am 21.04.2026 feierte die GAZ ihren eigenen Namenspatron.

Am 21. April 2026 fand in der Aula der Georg-August-Zinn-Schule eine besondere Feierstunde zu Ehren unseres Namensgebers statt. Die Veranstaltung, die in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung durchgeführt wurde, würdigte das politische und gesellschaftliche Wirken von Georg-August Zinn, der Hessen über viele Jahre als Ministerpräsident prägte und als Mitgestalter der demokratischen Nachkriegsordnung bis heute Bedeutung hat. Anlass der Feierstunde waren gleich mehrere mit dem Jahr 2026 verbundene Jubiläen: der 125. Geburtstag Georg-August Zinns, sein 50. Todestag sowie der 75. Jahrestag des Beginns seiner Amtszeit als hessischer Ministerpräsident im Jahr 1951. 

Ein zentrales Element der Veranstaltung war das persönliche und zugleich inhaltlich anspruchsvolle Gespräch zwischen Dr. Georg-Christian Zinn und den Lernenden der Klasse 8b. Im Vorfeld hatten sich die Lernenden im Rahmen eines Workshops mit der Friedrich-Ebert-Stiftung intensiv mit der Biografie und dem politischen Wirken Georg-August Zinns auseinandergesetzt und auf dieser Grundlage eigene Fragen entwickelt.

Im Gespräch zeigte sich eindrucksvoll, mit welcher Ernsthaftigkeit und Neugier sich die Lernenden dem Thema genähert hatten. So interessierten sie sich unter anderem für die Werte, die Georg-August Zinn geprägt haben, für die Herausforderungen seiner politischen Arbeit sowie für die Frage, „was junge Menschen heute noch von ihm lernen können“
Dr. Georg-Christian Zinn nahm sich viel Zeit für die Antworten und ermöglichte den Anwesenden einen sehr persönlichen Zugang zum Leben und Wirken seines Vaters. Der offene Dialog auf Augenhöhe wurde von allen Beteiligten als besonders bereichernd wahrgenommen.

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war das Grußwort der Frankfurter Bildungsdezernentin Sylvia Weber. In ihrer Rede würdigte sie Georg-August Zinn nicht nur als bedeutende politische Persönlichkeit, sondern auch als ein persönliches Vorbild. Sie betonte die anhaltende Relevanz seiner Werte für die heutige Gesellschaft und zeigte sich erfreut darüber, dass die Auseinandersetzung mit dem Namensgeber an der Georg-August-Zinn-Schule so lebendig und engagiert erfolgt.

In seinem Schlusswort hob Schulleiter Dennis Kroeschell insbesondere die besondere Bedeutung Georg-August Zinns für das hessische Bildungssystem hervor. Als einer der Wegbereiter und „Väter“ der integrierten Gesamtschulen habe Zinn entscheidend dazu beigetragen, Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit strukturell zu verankern. In Verbindung mit seinem Leitgedanken „Hesse ist, wer Hesse sein will!“ stehe Zinn für ein Verständnis von Gesellschaft, das auf Integration, Offenheit und Teilhabe ausgerichtet ist. Gerade vor diesem Hintergrund sei er ein idealer Namensgeber für die Georg-August-Zinn-Schule in Frankfurt-Griesheim. Das Eintreten für Bildungsgerechtigkeit bilde auch heute noch einen zentralen Kern schulischer Arbeit – insbesondere an integrierten Gesamtschulen in Hessen.

Die Feierstunde wurde durch Beiträge der Friedrich-Ebert-Stiftung gerahmt und bot im Anschluss Gelegenheit, eine begleitende Ausstellung zum Leben Georg-August Zinns zu besichtigen.

Die Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt, wie historisch-politische Bildung an unserer Schule gelingen kann: durch aktive Beteiligung der Lernenden, durch persönliche Begegnungen und durch die Verbindung von Geschichte mit aktuellen Fragestellungen.

Abschließend bedanken wir uns als Schulgemeinde herzlich bei allen Beteiligten und Teilnehmenden für ihr Engagement und ihren Beitrag zum Gelingen dieser besonderen Veranstaltung.

30.04.2026, Kroe

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